FAQ rund um Tattoo's

Du hast fragen? Wir haben antworten

Hier findest du die häufigsten Fragen, Ängste und Bedenken rund um das Thema Tattoo die wir zusammen mit unserer Community gesammelt, ausgewertet und beantwortet haben.

Fragen & Antworten

Vorbereitung

Per Telefon, E-Mail, soziale Netzwerke usw. ist es einfach wahnsinnig schwer und zeitaufwendig ein Tattoo-Motiv exakt zu beschreiben und einen verbindlichen Preis zu vereinbaren. Was wir empfehlen, ist einfach persönlich zum Tätowieren Ihrer Wahl vorbei zu gehen und vor Ort alles Weitere zu besprechen. 

Hierzu ein kurzes Beispiel: das gewünschte Motiv ist ein handgroßes Tattoo mit einem Schmetterlingsmuster am Oberarm. Dieses Tattoo kann schlicht gehalten sein und ist möglicherweise in einer halben Stunde fertig. Es kann aber auch ein sehr kompliziertes Muster haben für das ein Tattoo-Artist eben mal 5 Stunden braucht und dieser Aufwand natürlich dementsprechend mehr kostet.

Natürlich darf am Beratungs- sowie Tattoo-Termin eine Person des Vertrauens mitgebracht werden. Ein guter Rat ist immer Gold wert ! 

Ganz klar: JA!

Wenn man sich ein Tattoo stechen lässt sollte man fit und ausgeschlafen sein d.h. wenn du krank und übermüdet bist, dann solltest du den Tattoo-Termin lieber auf einen späteren Zeitpunkt verlegen.

Du solltest dir auch ein reichhaltiges Frühstück/Mittagessen gönnen. Jedoch darf es nicht zu üppig ausfallen, da der Körper geschwächt wird und dieser die Kraft für den Tattoo-Vorgang braucht. Auch die Kleidung sollte dementsprechend gewählt werden, da sie durch Farbe, Vaseline, Blut und Wundwasser verschmutzt werden kann.

Aus Erfahrung können wir sagen, dass ein Getränk und ein kleiner Snack bei längeren Sitzungen eine Wohltat für den strapazierten Körper sind.

Stundenlanges Tätowieren nimmt jeden Körper irgendwann mit. Deshalb solltet ihr euch möglicherweise von einer Person begleiten lassen, die euch danach nach Hause bringt.

Ein ganz klares Tabu sind Alkohol und anderweitige Rauschmittel am Vorabend des Tattoo-Termins. Auch die Einnahme von Medikamenten muss vorher mit dem Tätowierer besprochen worden sein, da gerinnungshemmende Medikamente wie z. B. Aspirin das Stechen erschweren.

Liegen akute oder chronische Beschwerden vor, dann muss der Tätowierer auch das wissen.
Ein geduschtes und gepflegtes Erscheinungsbild setzen wir voraus.

Und last but not least: Ausreichend Bargeld mitnehmen!!!

Am besten eignen sich Frühling, Herbst oder Winter für einen Tattoo-Termin.

Der Sommer ist zwar sehr verlockend für ein Tattoo, weil man das neue Kunstwerk gerne herzeigen möchte, jedoch ungeeignet, weil man sehr viel schwitzt und die Haut der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Dies erschwert das sorgfältige abheilen deines Tattoos und führt zu möglichen Entzündungen.

Sollte der Verdacht auf eine Allergie oder Überempfindlichkeit bestehen, gibt es die Möglichkeit eines Patch-Tests (auch Epikutantest oder Pflastertest genannt: ist ein sogenannter Provokationstest.

Dabei wird ermittelt, ob und welche Substanzen eine Kontaktallergie verursachen). Wenn bereits eine Allergie oder Überempfindlichkeit auf Haarfarbe oder dergleichen besteht macht dieser Test durchaus Sinn.

Ohne jeglichen Verdacht ist dieser Test jedoch nicht zu empfehlen, da es durch die Testung zu einer Sensibilisierung kommen kann d.h. eine Allergie sogar hervorgerufen werden kann.

Besteht eine Allergie auf Stoffe wie Para-Phenylendiamin oder Nickel (kann in geringen Mengen in schwarzer und brauner Tattoofarbe enthalten sein, die nicht der deutschen Tätowiermittel-Verordnung entsprechen) sollte man sich auf jeden Fall genau über die Inhaltsstoffe der Tattoo-Farbe informieren, die der Tätowierer wählt um die Allerge auszuschließen.

Sind die Stoffe in der Tattoofarbe enthalten sollte man sich keinesfalls tätowieren lassen.

In jedem Fall muss der Tätowierer über die Allergie informiert werden!

Allgemeines und Schmerzen

Ganz klar: Ja! Der Tätowiervorgang stellt im Grunde eine Gefahr für den Körper dar, indem die Nadel in die Haut eindringt und diese verletzt.

Der Schmerz dient dem Körper hierbei als Warnfunktion. Jedoch liegt es im eigenen ermessen und der Tagesform wie intensiv der Schmerz empfunden wird.

Auch die Körperstelle spielt eine große Rolle bei der Schmerzfrage. Empfindliche Stellen wie Knie, Wirbelsäule, Rippen und Nierenbereich gelten als sehr unangenehm im Vergleich zum Oberarm oder Schulterbereich.

Je mehr man sein Tattoo jedoch möchte, umso weniger dramatisch empfindet man den Schmerz tatsächlich.

Ganz klar: Nein!

Blutverdünnende Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen, Paracetamol oder auch Diclofenac (um einige der bekanntesten zu nennen) erschweren das Tätowieren und können das Endergebnis negativ beeinflussen.

Das Gleiche gilt hier für alkoholische Getränke. Illegale und bewusstseinsverändernde Substanzen vor einer schmerzhaften Prozedur, wie einer Tattoo-Session, sollten unterlassen werden und können sehr schlecht für den Betroffenen ausgehen.

Erscheine einfach ausgeruht und fit zu deinem Tattoo-Termin und du wirst diesen ohne große Schwierigkeiten überstehen und dich an deinem neuen Tattoo erfreuen können.

Im Normalfall muss dein Tattoo nicht nachgestochen werden und heilt von selbst ab. Vereinbart dein Tätowierer jedoch einen automatischen Nachstechtermin, dann solltest du dir einen anderen Tätowierer suchen, denn ein guter Tattoo-Artist sticht nur nach, wenn es wirklich nötig ist.

Ein Nachstechen ist nötig, wenn:

  • Das Tattoo nicht richtig abheilt und sich evtl. sogar entzündet
    Farbe aus dem Tattoo brökelt
  • Das Tattoo große schwarze Flächen enthällt (diese sind sogar für Spitzentätowierer eine Herausforderung)

Süchtig im herkömmlichen Sinne, sodass die Psyche negativ beeinflusst wird und sich eine selbstzerstörerische Haltung entwickelt (wie bei z. B. Drogen)?

Eher nicht. Jedoch befasst man sich nach dem ersten Tattoo immer mehr mit seinem Körper und seinem Erscheinungsbild und merkt schnell, dass man in der Lage ist das eigene Aussehen mittels Tattoos nach den eigenen Vorstellung zu gestalten. Und das hat sicherlich Suchtpontenzial (in einem positiven und selbstverwirklichenden Sinne).

Aus Erzählungen weiß man, dass die traditionellen von Hand gezupften (Japan) und geklopften (Maori) Kunstwerke schmerzloser sind als die modernen Tätowierungen, die mit der elektrischen Maschine ausgeführt werden.

Allerdings dauert die Fertigstellung eines Tattoos auf diese traditionellen Art deutlich länger als mit der Maschine.

Ganz klar: Nein!
Ein echtes Tattoo ist eine dauerhafte Tätowierung und wird in die Haut gestochen.

Ein Henna-Tattoo dagegen wird nur auf die oberste Hautschicht gemalt und verschwindet nach einigen Wochen, durch die regelmäßige Erneuerung der obersten Hautschicht (Epidermis), restlos von der Haut. Henna färbt von Natur aus eine rot-braune Farbnuance und benötigt eine lange Einwirkzeit (8-9 Stunden). Ein schwarzer Henna-Farbton ist mit dem Haarfärbemittel PPD (Phenylendiamine) versetzt und führt zu schweren allergischen Reaktionen und irreparablen Haut- und Leberschäden.

Mit der Zeit verändert sich jedes Tattoo aufgrund von UV-Einstrahlung, Hauterneuerung und Hautalterung.

Wie sehr sich das Tattoo verändert bzw. verblasst liegt nicht nur daran wie oft es dem UV-Licht ausgesetzt wurde, sondern ob es dabei auch ausreichend geschützt wurde mit z. B. Sonnenschutzcremes.

Auch die Wahl der Körperstelle spielt hier eine Rolle, denn stark beanspruchte Körperteile, wie z. B. Hände bereiten bereits beim Abheilungsprozess Schwierigkeiten.

Zudem macht auch die Farbwahl einen Unterschied, denn bunte Tattoos verblassen in der Regel häufiger und schneller als schwarze Tattoos.

Natürlich! Denn es gibt sehr viele unterschiedliche Hauttypen und für jeden Hauttyp kann man, mit einem guten Tattoo-Artist, das geeignete Tattoo finden.

Hellbraune Haut eignet sich für alle Arten von Tattoos, allerdings wirken die Farben hier dunkler als bei heller Haut. Bei mittelbrauner Haut sollten keine Farben verwendet werden, sondern Bläck-and-Grey-Motive gewählt werden. Bei sehr dunkler Haut machen deutliche, schwarze Tribals am meisten Sinn.

Immer mehr Menschen entdecken Tattoos als Ausdrucksmöglichkeit ihrer Persönlichkeit. Von Musikern und Schauspielern, über Profi-Sportler bis hin zum Postboten und der Kassiererin um die Ecke.

Menschen die sich tätowieren lassen werden immer zahlreicher und die Art von Körperkunst in der öffentlichen Wahrnehmung immer normaler.

Dein Tattoo wird sich mit dir und der Zeit mit verändern.

Genau wie du, wird es nicht mehr das jüngste sein und etwas ergrauen und verblassen. Aber genau wie du wird es immer noch genau so schön und wertvoll sein, wie in seinen Anfangszeiten und zu dir gehören. 

Es wird dich jedes mal daran erinnern, was du erlebt und was du dich in deinem Leben getraut hast oder auch welche Fehler du gemacht hast.

Und du wirst dazu stehen und es nicht verstecken. Denn das macht Reife aus. Und die Mädels (oder Jungs) im Altersheim? Die werden so auf dich fliegen!!!!

So viel können wir sagen: Tattoo-Freunde sind offener und experimentierfreudiger als Tattoo-Gegner.

Dies könnte zur (erfreulichen) Folge haben, dass sie öfter Sex haben als ihre Nichttätowierten Mitmenschen.

Früher war es in Tattoo-Shops üblich, dass neben dem Tätowierer ein Eimer mit Wasser und Lappen stand, mit dem der Tätowierer immer wieder das Tattoo abwischte.

Der Eimer stand dort den ganzen Tag und weder Tuch noch Wasser wurden gewechselt.

Am Abend war der Eimer voll mit einer Suppe aus Farbe und Blut. Dies bezeichnete mal als „bloodybucket“:

Viele Studios haben mittlerweile die veganen Bedürfnisse erkannt und verwenden Farben, die frei von tierischen Bestandteilen sind. Bei Verbrauchsstoffen wie Tattoofarben, Hautdesinfektionsmitteln usw. gibt es einige als vegan deklarierte Produkte. Das oft verwendete Matritzenpapier enthält jedoch oft Schellack und wird von Veganern abgelehnt. Das Papier ist jedoch zum Tätowieren nicht dringend erforderlich.

Tipp: Nach dem Stechen braucht Ihr Tattoo besondere Pflege, um optimal und ohne Farbverlust abheilen zu können. Häufig wird Panthenolsalbe empfohlen, die den Heilungsprozess unterstützt. Jedoch sollte eine Panthnolsalbe ohne Wollwachs gewählt werden.

Kosten / Geld

Darauf gibt es vorab keine eindeutige Antwort. Die Kosten für ein Tattoo hängen von sehr vielen unterschiedlichen Faktoren ab wie zum Beispiel:

– Wie groß ist das Tattoo?

– Wie komplex ist das Tattoo?

– Wie lange dauert die Tattoo-Session?

Bei der Tätowierzeit muss beachtet werden, dass Kundenberatung und Entwurf des Motivs sowie Vorbereitung und anschließende Säuberung des Arbeitsplatzes zur Arbeitszeit einer Tattoo-Session zählen.

Auch ein möglicherweise nötiges Nachstechen ist in diesem Preis enthalten.

Eine Preiseinschätzung vorab per Telefon oder E-Mail ist nicht möglich und kann bei einem guten Tätowierer nur vor Ort bei einem persönlichen Gespräch stattfinden.

Wenn das Motiv fest steht, wird ein verbindlicher Tattoo-Termin vereinbart.

Dieser Termin wird mit einer Anzahlung gesichert um einen möglichen Ausfall zu verhindern, falls du als Kunde nicht zu deinem Tattoo-Termin auftauchst.

Die Höhe der Anzahlung ist von Studio zu Studio unterschiedlich und wird individuell vereinbart.

Sie bewegt sich meistens zwischen mindestens 50 € und maximal 150€.

Wichtig: Bei Nichterscheinen zum verbindlichen Termin, verfällt die Anzahlung!

Eine Ausnahme erfolgt bei krankheitsbedingtem Nichterscheinen.

In diesem Fall kann eine Krankmeldung eingereicht werden und die Anzahlung bleibt unberührt.

Es wird ein Alternativ-Termin vereinbart.

Ein seriöser Tätowierer schließt immer einen Vertrag mit seinem Kunden ab.

Ein Vertrag ist eine (schriftliche) Vereinbarung, in der eine bestimmte Sache rechtsgültig zwischen zwei Parteien geregelt wird.

Nach Vertragsabschluss müssen sich beide Parteien an den Vertrag halten. Dies gilt auch für die im Vertrag aufgeführten Kosten.

Die Kosten können individuell als Pauschalpreis oder in Sitzungen abgerechnet werden. Daran muss sich der Tätowierer halten.

Jedoch gibt es Abweichungen, die es einem Tätowierer unmöglich machen diese vorauszusehen wie z. B. ein überempfindlicher Kunde oder eine sehr schlecht zu tätowierende Haut.

Hier kann der ursprüngliche Kostenvoranschlag nicht eingehalten werden.

Das ist auch vertragsrechtlich völlig in Ordnung, soweit der Tätowierer den Kunden sobald als möglich darüber aufklärt, dass die ursprünglich angesetzte Anzahl an Sitzungen nicht ausreichen wird oder der Pauschalpreis nicht ausreicht um das Tattoo fertigzustellen.

Kurz gesagt: Der zu erwartende Preis ist vorab mitzuteilen; Abweichungen sind zulässig, soweit sie sich im Rahmen des Unvermeidbaren bewegen – der Tätowierer hat aber eine Aufklärungspflicht, soweit sich solche Abweichungen andeuten!

Gesundheit

Leider ist diese Frage nicht ganz eindeutig zu beantworten, da jeder Mensch und jeder Körper unterschiedlich ist.

Auf jedem Fall kann man sagen:
Wenn ein/e Tattoo-Interessent/in in schlechtem gesundheitlichen Zustand ist, dann wird jeder professionelle Tätowierer von einem Tattoo abraten.

Bei einer bestehenden Schwangerschaft sollte auf keinen Fall tätowiert werden.

Das kann man nach der Schwangerschaft immer noch nachholen.

Bei allem anderen wie z. B. der Bluterkrankheit oder Krankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte, muss jeder einzelne Fall von einem Arzt des Vertrauens, der den Verlauf und die Medikation der Krankheit kennt, beurteilt werden.

Ein Tattoo kann der einen Person keine weiteren gesundheitlichen Schwierigkeiten machen, jedoch für einen anderen ein großes Problem darstellen.

Tätowiert man über Muttermale kann das eindeutige und rechtzeitige Erkennen des Dermatologen über mögliche Veränderungen der Muttermale erschwert werden.

Daraus resultiert eine verspätete Diagnose über einen möglichen Hautkrebs.

Des Weiteren ist noch unklar, ob die eingedrungene Farbe in ein Muttermal, es so reizt, dass es beginnt sich zu verändern.

Deshalb ein klares: Nein! Muttermale sollte man beim tätowieren aussparen.

Eine allergische Reaktion kann man auf alle möglichen Stoffe zeigen, uns so auch auf eine oder mehrere Tattoofarben.

Doch trotz der mittlerweile starken Verbreitung von Tattoos, spielen die Allergien auf Tattoofarben bei den Dermatologen keine große Rolle und zählen eher zu den seltenen Allergien.

Vorsicht bei UV-Tattoos! Die Verträglichkeit der Farben beim Menschen sind noch nicht ausreichend untersucht worden. Man geht also mit einem UV-Tattoo immer ein größeres gesundheitliches Risiko ein, als bei einem normalen Tattoo.

Des Weiteren ist ein Neon-Tattoo aufwändiger und somit teurer zu stechen, weil es bei UV-Licht gestochen werden muss.

Zur Information: Nur die Farbe Titanium-White ist tagsüber unsichtbar und leuchtet bei UV-Licht gress, alle anderen Farben sind bei Tageslicht sichtbar.

Bei zahlreichen Kulturen und Naturvölkern von Nordamerika, über Südafrika und Sibiren, bis hin zu Südostasien sind Tätowierungen etwas völlig normales.

Sie werden als Stammeszeichen, Zugehörigkeits- oder Statussymbol und zum Teil auch noch zur Behandlung von Krankheiten genutzt.

Krankheiten wie Rheuma, Schlaganfall, Zahnschmerzen oder Herzbeschwerden werden mit dieser Heilbehandlung erfolgreich behandelt.

In Europa ist diese Art von Behandlung jedoch nicht verbreitet.

Es ist hier und da vorgekommen, dass Tattoo-Fans mit Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte nach der Tattoo-Session, an der tätowierten Hautstelle auf einmal beschwerdefrei waren. Es ist wissenschaftlich nicht erwiesen, dass Hautkrankheiten durch Tattoos geheilt werden können.

Da Erkrankungen der Haut auch psychischer Natur sein können, könnte eine mögliche Erklärung für das Verschwinden der Symptome sein, dass durch das Tattoo eine positive Auseinandersetzung mit dem Körper stattfindet und hier die Haut besonders gepflegt wird.

Oder ganz einfach: an der Tattoo-Stelle wird einfach weniger gekratzt.

Wenn du Symptome wie Rötungen, Schwellungen oder Juckreiz an der tätowierten Stelle entwickelst, dann solltest du dich so bald wie möglich bei einem Dermatologen vorstellen.

Dieser wird, je nach Ausprägungsgrad der Allergie, eine geeignete Therapie einleiten. Bei einer schweren Allergie, bei der alle möglichen therapeutischen Maßnahmen nichts helfen, kann es erforderlich sein, dass das Tattoo chirurgisch entfernt werden muss.

Das überstechen von Narben ist möglich, jedoch technisch sehr anspruchsvoll für einen Tätowierer. Voraussetzung ist, dass die Narbe komplett verheilt sein und auf keinen Fall mehr Rötungen aufweist.

Zudem gibt es unterschiedlichsten Arten von Narben: von Schürfwunden, über oberflächlichen Wunden, bis hin zu tiefen Narben mit hartem Narbengewebe.

Nur ein sehr erfahrener Tätowierer, der sich auf die unterschiedlichen Hautarten innerhalb eines Tattoos einstellen kann, ist in der Lage über Narben zu tätowieren.

Dieses Märchen wurde vor etlichen Jahren, von einem Nachrichtenmagazin, in die Welt gesetzt und ist leider nicht mehr tot zu kriegen.

Natürlich enthalten Tattoofarben keinerlei Autolack.

Die im Jahr 2009 eingeführte Tätowiermittel-Verordnung lässt das gar nicht erst zu, denn sie verbietet jegliche Stoffe die Krebs erzeugen, Erbgut verändern oder anderweitig schädlich/gefährlich für den Menschen sind.

Doch wie kommt es überhaupt zu diesen Behauptungen? Eine mögliche Erklärung ist, dass in manchen Tattoofarben die gleichen Pigmente enthalten sind wie in Autolacken.

Diese Pigmente sind jedoch unter anderem auch in blauer Zahnpasta enthalten und vor blauer Zahnpasta auch keiner Angst.

Die Farbpigmente werden mit der Nadel dauerhaft in der Lederhaut(Dermis) eingelagert.

Hierbei muss der Tätowierer erfahren sein und die Pigmente mit den Nadeln in die richtige Tiefe stechen.

Sticht er zu tief in die Unterhaut(Subcutis), besteht die Gefahr, dass die Linien unscharf werden und mit der Zeit verschwimmen.

Sticht er zu flach in die Oberhaut(Epidermis), haben die Farbpigmente keine Möglichkeit in die Haut eingelagert zu werden und werden mit der Zeit wieder ausgeschieden d.h. das Tattoo verblasst stark.

Motive / Auswahl

Wenn man vorhat sich ein Tattoo mit Motiven von indigenen Völkern tätowieren zu lassen, sollte man sich vorher genau informieren lassen. Manche Tattoomotive sind nur bestimmten Familienmitgliedern oder Clans vorbehalten. Gerade die Südseevölker sind empfindlich, was das Benutzen Ihrer Motive angeht. Informiert euch bei ausgefallenen Tattoos aus fremden Ländern einfach etwas intensiver vorab und ihr erlebt keine böse Überraschung beim nächsten Auslandaufenthalt.

Von den sogenannten „3 Knast-Punkten“ hat fast jeder schon einmal gehört. Doch wo befinden sie sich, was bedeuten sie, und warum heißen sie eigentlich Knast-Punkte? 

Die drei Punkte befinden sich an der Hand zwischen Daumen und Zeigefinger. Bei der Bedeutung gehen die Meinungen jedoch weit auseinander. Die am weitesten verbreitete Bedeutung ist folgende:

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen!

Dieser Satz galt (und gilt möglicherweise immer noch) als Ehrenkodex zwischen den Häftlingen untereinander und zeigt die Loyalität zwischen den Insassen. Den Ursprung dieser Worte findet man im japanischen Glauben wieder. Es handelt sich hier um einen Glaubenssatz, der mit 3 Affen wiedergespiegelt wird. Diese drei Affen, die sich abwechselnd Mund, Augen und Ohren zu halten, hat bestimmt schon jeder einmal im Leben gesehen. Sinngemäß stehen die Worte für das Hinwegsehen über das Schlechte. Und zwar nicht im Sinne des Ignorierens sondern eher im positiven Sinne, dass man dem Bösen keine Beachtung schenkt und es somit nicht zulässt.

Früher waren Tattoo-Motive meist Einzelstücke und wurden individuell für oder mit dem Kunden, in langwieriger Zusammenarbeit, kreiert. Doch auch in der Tattoobranche gab es eine Art „Industrialisierung“. Die Nachfrage stieg so rasch an, dass die Zeit für lange Beratung und Ideenfindung einfach nicht mehr vorhanden war. Die Tätowierer reagierten mit Tattoo-Katalogen (auch Flashbooks oder Sketchbooks genannt), die eine Reihe an Motiv-Vorlagen beinhalteten.

Hier konnten sich die Kunden die Motive 1 zu 1 auf die Haut übertragen lassen oder auch einfach vorab Ideen holen. Dies ermöglichte standardisierte Arbeitsabläufe und es konnten mehr Kunden schneller bedient werden.

Das kommt ganz auf das gewählte Tattoo-Motiv an. Handelt es sich um einfache Punkt- oder Strichmotive wie z. B. Strichmännchen, so kann das Tattoo auch gerne sehr klein und unauffällig ausfallen. Besteht das gewünschte Motiv jedoch aus vielen Details, so wird ein guter Tätowierer eine gewisse Mindestgröße für das Tattoo empfehlen. Auch Schriften mit Serifen (kleine Häkchen an den Buchstabenenden) werden gerne etwas größer gestochen, da verhindert werden soll, dass die einzelnen Linien im Laufe der Jahre ineinanderfließen.

Die sogenannten „Knasttränen“ haben ihren Ursprung tatsächlich aus dem „Knast“. Die Inhaftierten stachen sich die Tränen (oder auch nur eine Träne) aus unterschiedlichen Gründen d.h. die Knasttränen können mehrere Bedeutungen haben:

– Mehrere tätowierte Tränen bei Mördern: Anzahl der Menschen, die der tätowierte Mörder umgebracht hat
– Mehrere tätowierte Tränen bei anderen Straftätern: Anzahl der Knast-Blöcke, in denen der Inhaftierte bereits eingebuchtet war
– Weiter mögliche Bedeutung: Der Inhaftierte wurde von anderen höher gestellten Insassen zur Tätowierung gezwungen. Hier stehen die Tränen für das Zeichen von Verweichlichung und werden gezielt zur Herabwürdigung von Inhaftierten genutzt um diese auszuschließen und zu demütigen.

Mehrere tätowierte Tränen entwickelten sich mit der Zeit jedoch nicht nur zum Symbol von Gewalt, Knastaufenthalt oder Demütigung, sondern auch zum Symbol von Trauer. Dies machten sich Berühmtheiten der Musikszene zu Nutze um ihr Image gefährlicher erscheinen zu lassen oder auch ihre Trauer in die Welt hinauszutragen. Gerade in der Gangsta-Rap-Szene spielen die Rapper gerne mit dem „Böse-Buben-Image“ und den Fans gefällt es. Leider ist vielen dieser vermeintlich „bösen Buben“ der Musikszene wohl nicht bewusst, dass sie sich mit den „Accessoires“ von gefährlichen Kriminellen schmücken.

Das Wort „Tribal“ leitet sich aus dem englischen Wort „tribe“ ab, was soviel bedeutet wie Volksstamm. Die Mitglieder eines Volksstammes ließen sich Tribals als Stammestätowierungen stechen. Sie nutzten diese als Zeichen ihrer Stammeszugehörigkeit. Tribals bestehen schon seit mehreren tausenden Jahren und dienten weniger als Körperschmuck, sondern mehr als Teil der Kultur und einer Art Stammeskunst. Bei uns erlebte das Tribal in den 90er Jahren einen regelrechten Boom und galt als beliebtestes Tattoo-Motiv der 90er. Vor allem bei Frauen war das Tribal oberhalb des Steißes sehr beliebt, was ihm den unangenehmen Beinamen „Arschgeweih“ einbrachte. Dieser schlechte Ruf führte dazu, dass Tribals immer unbeliebter wurden und der Boom schlagartig zurückging.

Der Begriff Eyeball kommt aus dem englischen und bedeutet Augapfel. Das Eyeball-Tattoo ist eine spezielle Art von Tätowierung am Augapfel. Bei dieser außergewöhnlichen und sehr riskanten Form der Körperkunst, wird Farbe mit einer Nadel in den Augapfel injiziert. Dieser, von Natur aus, weiße Augapfel färbt sich nach etwa 1-4 Sitzungen in die gewünschte Farbe. Da das Auge des Menschen sehr empfindlich ist, sollte solch ein Eingriff gut überlegt sein, denn es kann zu Blutungen, Infektionen, Narbenbildung und schlimmstenfalls zur Erblindung führen. Augenärzte raten dringend von diesem Trend ab.

Früher, vor etwa 20 – 25 Jahren, kam es tatsächlich manchmal vor, dass Tattoos nach einer gewissen Zeit einen Grün- oder Blaustich bekamen. Dies lag an der unzureichenden Qualität der damaligen Tattoo-Farben. Heutzutage legen die Farbenhersteller großen Wert auf qualitativ hochwertige Farbe und unbedenkliche Bestandteile in den Tattoo-Farben. Aus diesem Grund braucht man sich heute keine Sorgen mehr über ein grünlich oder bläulich schimmerndes Tattoo zu machen.

Ausnahme: Lässt man sich irgendwo im Hinterhof oder inmitten im Dschungel stechen, kann es natürlich sehr wohl passieren, dass die Farben den Standards nicht entsprechen und mit der Zeit einen Grün- oder Blaustich bekommen.

Prinzipiell kann man ein schwarzes Tattoo mit weißer Farbe überstechen. Jedoch weiß man nie genau, wie das Ergebnis aussehen wird. Ist das dunkle Tattoo frisch gestochen und erstrahlt in knalligem Schwarz, so kann nicht sichergestellt werden, dass eine darüber gestochene weiße Tattoofarbe auch wirklich ein weißes Ergebnis bringt. Ein ausgebleichtes und älteres Tattoo könnte da zu einem besseren Ergebnis führen. Zudem stellt sich die Frage, wie viel Farbe verwendet wird und wie viel die Haut von der Farbe tatsächlich annimmt. Man sollte sich bewusst sein, dass das Übertätowieren mit heller auf dunkler Farbe immer mit einem Risiko verbunden ist und auch schiefgehen kann.

Nein, das muss es natürlich nicht. Jeder entscheidet für sich selber, ob jedes Tattoo ein Unikat sein muss oder ob es auch mal ein Flash (Tattoo-Vorlage) von der Wand sein darf. Hier gehen die Meinungen und Geschmäcker einfach auseinander. Die einen finden Tattoo-Vorlagen total uncool und die anderen finden es überhaupt nicht verwerflich, wenn man eine Vorlage auswählt, die möglicherweise schon jemand anders auf der Haut trägt. Auch wenn ein Flash ausgewählt wird, ähnelt doch meistens kein Tattoo dem anderen, weil die Tätowierer während dem Stechen ihren eigenen Stil reinbringen und somit die Vorlage zu einem Unikat machen.

Möglich ist es schon. Ob es jedoch Sinn macht ist die andere Frage. Die Haut der Handinnenflächen unterscheidet sich von der Haut am restlichen Körper. Sie ist haarlos und die Oberhaut (Epidermis) ist viel dicker als am Rest des Körpers. Die Tattoofarbe muss jedoch durch die Oberhaut in die zweite Hautschicht gestochen werden um dauerhaft erhalten zu bleiben, da die Oberhaut sich stetig erneuert und das Tattoo mit der Zeit extrem verblasst. Zudem ist ein Tattoo an dieser Körperstelle extrem schmerzhaft. Deshalb sollte man sich gut überlegen, ob ein Handinnenflächen-Tattoo das richtige ist. Entscheidet man sich für ein Tattoo in den Handinnenflächen, sollte man keinen Tätowierer um die Ecke aussuchen, sondern einen erfahrenen Spezialisten auf diesem Gebiet der Tätowierkunst suchen. Tatsächlich gibt es einige wenige Tätowierer, die es mit einer bestimmten Technik schaffen, Handinnenflächen-Tattoos für die Ewigkeit zu stechen.

Tätowieren / Auswahl

Die Antwort lautet ganz klar: Nirgendwo!
Ein gutes Tattoo braucht seine Zeit und geht nicht mal eben nebenbei. Des Weiteren sind gute Tattooartists wahre Künstler, die sich Zeit nehmen für ihr Kunstwerk und diese Zeit (und auch die Qualität des Tattoos) muss natürlich auch bezahlt werden.

Ein richtig guter Tätowierer ist zugleich auch ein Künstler d.h. er entwirft das Tattoo-Motiv selbst und passt es auf deine Wünsche und Bedürfnisse an. Ein professioneller Tätowierer klaut keine Motive aus Zeitschriften oder dem Internet und lässt sich bei deiner Beratung und dem Entwerfen Zeit, damit das Tattoo zu dir passt.

Ganz wichtig: Informiere dich vorab über deinen Tätowierer, schau dir seine Werke selber an und unterhalte dich mit ihm. Nur so kannst du für dich rausfinden, ob er der richtige für dein gewünschtes Kunstwerk auf deinem Körper ist.

Da beim Tattoo-Vorgang die Farbe mittels Nadel in die Haut eingebracht wird, besteht immer ein gewisses Infektionsrisiko für die Übertragung von Viren oder die Entstehung von bakteriellen Entzündungen. Deshalb unterliegt jedes Tattoo-Studio (zur Einhaltung der vorgegebenen Hygienebestimmungen) der Überwachung des Gesundheitsamtes.

Ob ein Tätowierer sich an die Hygienebestimmung hält, kann man als Kunde leider schwer kontrollieren. Jedoch kann man sich vorab ein eigenes Bild im Inneren des Studios machen. Folgende Fragestellungen helfen dabei auf das Wesentliche im Studio zu achten:

  • Sind Eingangs- und Arbeitsbereich voneinander getrennt?
  • Wirken die Einrichtung und der Arbeitsbereich sauber?
  • Wird das Rauchverbot im Studio eingehalten?
  • Ist das Tattoo-Studio gut durchlüftet?
  • Ist die Einrichtung einfach gehalten, sodass alle Oberflächen leicht sterilisiert werden können? (Tipp: Der Arbeitsbereich eines Tätowierers sollte wie der eines Arztes ausgestattet sein)
  • Wurde bei der Vorbesprechung über mögliche Risiken und Allergien aufgeklärt?

Beim eigentlichen Tattoo-Vorgang kann man auf folgende Dinge achten?

  • Verwendet der Tätowierer sterile Nadeln und Einweghandschuhe?
  • Werden alle Einweginstrumente unmittelbar vor dem Stechen ausgepackt?
  • Liegt frisches Papier zum Abwischen der Farbe bereit?
  • Der Tätowierer fasst während des Tätowierens nichts an wie z. B. sein Handy…

Last but noch least: Hat man ein mulmiges Gefühl oder ist unsicher, dann sollte man das Studio auf keinen Fall wählen. Beim Tätowieren sollte man sich entspannen und ein gutes Gefühl dabei haben. Schließlich entscheidet man sich für ein lebenslanges Kunstwerk auf dem Körper. Da muss das Bauchgefühl stimmen!

Nein. Einen nicht…..aber viele „unglaubliche“ Tätowierer auf der Welt. Es gibt die schnellen, die präzisen, die Portrait-Talente, die sanften und und und. Es gibt unglaublich viele Tätowierer auf der Welt, die in Ihrer Disziplin einfach eine der besten sind. Es gibt zwar einige Veranstaltungen bei denen die besten der besten zusammenkommen und zum Teil auch gekürt werden. Jedoch geht es den meisten Tattoo-Artist nicht um irgendwelche Titel, sondern darum ihre Arbeit mit viel Liebe und Leidenschaft auszuüben. Zudem sollte ein Tattoo-Fan den für ihn besten Tätowierer für sich selbst finden.

Leider ja. Warum leider? Tätowierer ist kein Lehrberuf und bedarf somit keiner Grundausbildung. Somit ist es wirklich sehr einfach ist Tätowierer zu werden:

– Billige Maschine aus China besorgen
– Gewerbeschein holen
– Und schon ist man Tätowierer

Dieses simple Vorgehen bringt unprofessionelle Menschen, die an schnelles Geld kommen wollen, dazu sich als Tätowierer auszugeben und die Haut anderer Menschen für ihr Leben lang zu verschandeln.

Deshalb Vorsicht bei der Wahl des Tätowierers!

Tätowieren ist kein Hobby, sondern ein Beruf mit großer Verantwortung. Das muss einem klar sein, wenn man sich für diesen Beruf interessiert. Nur weil man etwas zeichnen kann, ist man noch lange kein Tätowierer, denn dazu gehört viel mehr. Eine Ausbildung in einem professionellen Studio ergibt schon allein deshalb Sinn, damit die Grundlagen hygienischen Tätowierens erlernt werden.

Hier kommen unterschiedliche Tätowierer in Frage:

  • Jimmy Adams aus Kapstadt, der auch den Spitznamen „Old Man“ trug, verdiente sage und schreibe 68 Jahre lang sein Geld als Tätowierer.
  • Horihide aus Japan verdiente beachtliche 63 Jahre lang sein Geld mit der Tätowierkunst.
  • Herbert Hoffmann aus Hamburg kam auf 60 Jahre ununterbrochene Tätowierkarriere.
  • Fang-Od von den Philippinen ist knapp 100 Jahre alt und tätowiert lt. Aussagen schon ihr ganzes Leben lang für den einen oder anderen Taler

Ein sog. „Hinterhof-Tätowierer, der nebenher von zuhause aus tätowiert, kann möglicherweise auch ein toller Künstler sein und unglaublich schöne Tattoos stechen. Jedoch entsteht hier ein erhöhtes Risiko für den Kunden, da ein privater Tätowierer, der kein Gewerbe angemeldet hat auch nicht vom Gesundheitsamt kontrolliert wird. Das bedeutet man muss sich auf den Tätowierer verlassen, dass er nötige Hygienevorschriften einhält, damit es nicht zu Infektionen und Komplikationen kommt. Auch bei einem verpfuschten Tattoo hat man keinerlei Rechte auf Nachbesserung. Zudem ist ein Tätowierer der den Staat hintergeht nicht besonders vertrauenswürdig. Ein Tattoo-Artist ohne offizielles Studio gibt seine Einnahmen nicht beim Finanzamt an und begeht somit Steuerbetrug.

Nachsorge

Beachte bitte, dass die Nachpflege deines frischen Tattoos sehr wichtig ist!

Damit dein neues Tattoo lange Zeit gut erhalten bleibt und du an deinem Kunstwerk ganz lange deine Freude hast, solltest du folgende Anweisung zur Nachsorge beherzigen:

Folie nach etwa 3-4 Stunden entfernen (Ausnahme: wasserfeste und atmungsaktive Polyurethanfolie. Diese wird erst nach 2 Tagen entfernt und unterstützt die Wundheilung )

Daraufhin das Tattoo mit sauberem, lauwarmem Wasser vorsichtig abwaschen und mit einem Handtuch trocken tupfen (nicht reiben oder rubbeln!)

Nun das saubere Tattoo dünn mit einer panthenolhaltigen Wundsalbe (keine Lotion, Vaseline oder Melkfett!) einschmieren.

Die Salbe sollte mehrmals am Tag, sehr dünn, für ungefähr 2 Wochen aufgetragen werden. Die Haut sollte zu keiner Zeit austrocknen!

Um der Haut die Chance zu geben gut auszuheilen, solltest du die nächsten 3-4 Wochen auf folgendes achten:

Die ersten Tage keinen Sport machen.
Solarium, Sauna, Vollbäder und Dampfbäder solltest du meiden
Beim Duschen nicht mit Schaum über das Tattoo reiben
Keine Verbände, Schmuck oder ähnliches über dem Tattoo tragen
Die betroffene Hautstelle nicht rasieren
Hautstücke, die sich langsam lösen, bitte NICHT entfernen
Enge Jeans oder Garderobe wegen Reibung vermeiden, lieber etwas lockeres wählen
Nach etwa 4 Wochen solltest du dein Tattoo von deinem Tätowierer kontrollieren lassen

Bist du dir doch irgendwie unsicher oder bemerkst etwas Auffälliges an deinem Tattoo, dann melde dich einfach bei deinem Tätowierer und lass ihn kurz drüber schauen.

Merke: Du solltest für den Rest deines Lebens (ja wirklich) dein Tattoo gut behandeln und es wann immer möglich vor zu viel UV-Strahlen schützen indem du es mit einem hohen Lichtschutzfaktor einschmierst.

Das Jucken der Haut ist vielleicht unangenehm aber kein Grund zur Sorge. Eher das Gegenteil ist der Fall. Das Jucken der Wunde ist ein Zeichen dafür, dass sich die Haut im Heilungsprozess befindet. Durch das Eindringen der Nadel in die Haut wurde beim Tätowieren die Haut verletzt. Diese Verletzung muss von unserem Körper nun wieder repariert werden. In der ersten Heilungsphase werden vom Körper Botenstoffe ausgeschüttet die den Heilungsprozess ankurbeln und das manchmal heftige Jucken verursachen.

Wichtig: Nicht kratzen! Durch das kratzen kann das Tattoo beschädigt werden. Lieber zu Wund- und Heilsalben greifen und schmieren was das Zeug hält.

Tatsache ist, dass der Körper sich mit der Zeit verändert und die Haut natürlich mit. Sind die Schwankungen nicht allzu groß und das Bindegewebe gut, so werden die Veränderungen des Tattoos minimal bleiben und kaum sichtbar sein. Sind die Gewichtsschwankungen jedoch groß und das Bindegewebe zu schwach um diese Schwankung auszugleichen, so werden sich die Proportionen des Tattoos womöglich mit verändern. Das Tattoo dehnt sich dann bei einer Gewichtszunahme aus und verkleinert sich im Gegenzug bei einer Gewichtsreduktion.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die tätowierte Körperstelle. Tattoos auf Handrücken, Unterarmen und Füßen sowie oft auch auf Waden, Nacken, Hals und im Gesicht sind kaum von Schwankungen betroffen, da hier sehr wenig bis gar kein Fett eingelagert wird. Kritische Bereiche sind die Brust (vor allem bei Frauen), Bauch- und Hüftbereich, Oberarme und Oberschenkel. Hier können sich die Kunstwerke stark verändern, da die Fetteinlagerung und der Muskelauf und –abbau hoch sein können.

Eigentlich nicht. Das Solarium ist vielleicht sogar deshalb gefährlicher, weil sich viele Solariumgänger der UV-Strahlung meist ohne Sonnenschutz aussetzen.

Die Magnetresonanztomographie (auch Kernspintomographie genannt), erstellt anhand von gewöhnlichen Radiowellen (ungefähr wie bei die Radiofrequenz) Schnittbilder des menschlichen Körpers. Während dieser Bilderzeugung liegt der Körper im Zentrum eines Magnetfeldes. Die Signale werden von feinen Antennen aufgenommen, weitergeleitet und von einem Computer ausgewertet und in Bilder verarbeitet. Die Untersuchung ist weitestgehend ohne Nebenwirkungen.

Nun hält sich jedoch hartnäckig das Gerücht, dass Menschen mit Tätowierungen kein MRT durchführen dürfen, weil die metallhaltigen Tattoo-Pigmente vom Magneten so stark angeregt würden, dass schwere Verbrennungen die Folge wären. Diese Angstmacherei haben wir unter anderem unserer „Bild-Zeitung“ zu verdanken, die im Jahre 2003 einen Bericht veröffentlichte, der die Panik ins Rollen brachte.

Keine Panik, alles gut!

Hier zur Aufklärung: In der Vergangenheit enthielten manche Farben zum Teil Eisenoxide. Diese können tatsächlich mit einem starken Magnetfeld (wie er im MRT vorkommt) in Wechselwirkung treten. Jedoch sind die Mengen in der Tattoo-Farbe so gering, dass lediglich eine geringe Erwärmung oder ein leichtes Kribbeln entstehen können – wenn überhaupt. Hinzu kommt natürlich noch die Frage, in welchem Bereich die Untersuchung durchgeführt werden soll. Wenn die Schulter untersucht werden soll, die Tätowierung sich jedoch an der Wade befindet, besteht keinerlei Risiko.

Ja das kann sie tatsächlich. In Konzentrationslagern wurde z. B. ermordeten Häftlingen die tätowierte Haut abgezogen und präpariert d.h. langfristig haltbar gemacht. Die Präparationskunst ist schon sehr lange bekannt. Der ein oder andere hat sich schon an diese Marktlücke herangetraut und die Präparation von tätowierten Hautstücken angeboten. Bisher blieben die Menschen jedoch lieber bei der guten alten Urne, statt einem Hautbild über dem Kamin.

Die ersten Seeleute, die mit einem Tattoo auf der Haut nach Hause kehrten, waren die Mannschaftsmitglieder der Seeflotte von Captain James Cook. Auf ihren langen Schiffsfahrten machten Captain Cook und seine Männer Bekanntschaften mit Eingeborenen vieler unterschiedlicher Länder und deren Körperkunst-Kultur. Diese Körperkunst brachten sie mit in die Häfen und entwickelten somit, wenn auch zufällig, eine Art Tattoo-Szene in der Seefahrt. Die meisten Motive der Seefahrer dienten entweder dem Schutz auf hoher See, gingen auf Aberglaube zurück oder machten sichtbar zu welchem Seefahrts-Bereich/ Mannschaft man gehörte. Und so entwickelte sich aus ein paar Seefahrer mit Tattoos eine ganze Tattoo-Bewegung.

Events & Conventions

Der Begriff „Convention“ stammt aus dem lateinischen convenire für „zusammenkommen“ und beschreibt eine Veranstaltung, auf der sich Menschen mit gleichen Interessen treffen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Aber nicht nur für Tattooliebhaber, sondern auch für Menschen ohne Tattoos ist eine Tattooconvention ein wahres Erlebnis. Man vermutet die Geburtsstunde der Tattooconvention im Jahr 1975 in Hamburg. Theodor Vetter (auch bekannt als Tattoo-Theo) hat damals in Bremen ein informelles Meeting auf die Beine gestellt und somit den Stein wohl ins Rollen gebracht.

Bei einer Tattoo-Convention geht es nicht darum ein Tattoo so billig wie möglich zu ergattern, sondern namhafte Tattoo-Artists an einem Ort zu treffen, die ihre Kunst vorstellen und ihr Können „life“ demonstrieren.

Wer das nicht wertschätzen möchte oder kann, der sollte keine Tattoo-Convention besuchen.

Und wenn man Glück hat, bekommt man bei solch einer Veranstaltung ein spontanes Tattoo von einem Tätowierer, der normalerweise für Monate im Voraus ausgebucht ist.

Um ein Tattoo-Model zu werden reicht es nicht nur aus tätowiert zu sein.

Wie jedes Model sollte man das gewisse etwas mitbringen und dementsprechend fotogen sein d.h. man sollte sich vor der Kamera wohl fühlen und dies auch ausstrahlen können. die Tattoos sollten qualitativ hochwertig gestochen und geschmackvoll gewählt sein.

Zudem sollte man kein Problem mit der Freizügigkeit haben, da die schönen Tattoos auch in ihrer vollen Pracht präsentiert werden sollen. Bei der Bewerbung als potentielles Tattoo-Model kann man sich an Tätowier-Magazine oder ausgewählte Agenturen wenden und mit einigen schönen Bildern dort bewerben.

Geschichten & Arten der Tattoo

Tattoos gibt und gab es in den unterschiedlichsten Kulturen. Genauso unterschiedlichen sind auch ihre Bedeutungen und ihr Sinn/Zweck. Der wohl bekannteste Zweck von einem Tattoo ist die Auskunft über die Stammeszugehörigkeit. Aber auch der Familienstand konnte/kann an einem Tattoo erkannt werden. So zeigten Tattoos in einigen Kulturen an, dass Frauen ins heiratsfähige Alter gekommen oder bereits verheiratet waren/sind. Einige Stämme glaubten/glauben sogar daran, dass das Tattoo dem Träger z. B. Kräfte von Tieren verleihen könne. Sogar medizinische Tattoos gab es, die über sogenannten Akupunkturpunkten angebracht wurden gegen unterschiedliche chronische Krankheiten helfen sollten. Natürlich gab und gibt es das rein dekorative Tattoo, wie wir es kennen, auch schon seit sehr langer Zeit bei vielen unterschiedlichen Völkern.

Das Wort „Tätowieren“ in dieser Schreibweise ist bereits ein typisch deutscher Ausdruck, der so nirgendwo sonst verwendet wird.

Ursprünglich kommt das Wort vom Tahiti-Wort „tatau“ (freiübersetzt „Wunden schlagen“). Im deutschen Sprachraum existierten die Worte Tätowieren und Tautaieren sehr lange nebeneinander und wurden beide gebraucht.

Letztendlich setzte sich das „Tätowieren“ im Wortgebrauch durch und wird noch heute verwendet.

Eindeutig kann man das nicht beantworten, denn Tattoos sterben mit ihren Trägern. Jedoch gibt es einige wenige archäologische Funde und Hinweise, dass sich in Japan, Südamerika, Ägypten und sogar in Sibirien die Menschen schon sehr lange vor unserer Zeit tätowiert haben. Die ältesten archäologischen Spuren über das Tätowieren deuten daraufhin, dass sich bereits vor etwa 12000 Jahren die Menschen tätowiert haben könnten. Das Tätowieren wurde nicht (wie lange Zeit angenommen) in nur einer Region erfunden und aus dieser verbreitet, sondern entwickelte sich unabhängig voneinander über auf der Welt.

Ursprünglich kommt das Wort vom Tahiti-Wort „tatau“ (freiübersetzt „Wunden schlagen“). Dieses Wort gab das Geräusch wieder, dass beim Tätowieren auf Tahiti mit den gebräuchlichen Werkzeugen beim Tätowieren entstand.

Bei dieser traditionellen Tatau-Methode wurden mit bearbeiten Knochen oder Stoßzähnen Wunden in die Haut geschlagen und anschließend mit Ruß und Kokosöl eingerieben. James Cook (englischer Kapitän und Weltumsegler) brachte das Wort im 18ten Jahrhundert nach Europa nachdem er von seiner Reise aus Tahiti wiederkam.

1877 meldet Thomas Alva Edison (der Erfinder der Glühbirne) ein Patent an für den sogenannten „Stencil-Pen“. Dies war eine Art elektrisch betriebenes Gravurgerät um Vorlagen zu „durchlöchern“ und sie als Schablonen vervielfältigen zu können.

Und geboren war der Prototyp der Tätowiermaschine!

Jahre später entdeckte ein Tattoo-Lehrling aus New York, Samuel F. O’Reilly, das Potential des kleinen Gerätes, entwickelte es weiter und ließ es 1891 als erste elektrisch betriebene Tattoo-Maschine patentieren.

Ein allgemeines Tatooverbot lässt nicht aus der Bibel herausleiten. Jedoch wird gerne eine gewisse Bibelstelle herangezogen um ein christliches Tattooverbot zu untermauern.

„Ihr sollt kein Mal um eines Toten willen an eurem Leibe reißen noch Buchstaben an euch ätzen; denn ich bin der HERR.“ (Lutherbibel 3.Mose 19)

Dies ist ein gewisses Streitthema unter bekennenden Christen. Die einen legen diese Bibelstelle als ein Verbot von Gott an das israelische Volk aus, sich tätowieren zu lassen. Die anderen jedoch verweisen auf anderweitige Stellen der Bibel aus denen klar hervorgeht, dass es sich nicht um Tätowierungen handelt, sondern um Einschnitte und Ritzungen, die bei religiösen Ritualen zur Trauer von Toten durchgeführt werden. Diese heidnischen Bräuche werden von der Bibel sozusagen als Selbstverstümmelung angesehen, nicht gut geheißen und sollten für das heilige Gottesvolk tabu sein.

Hier gehen nun die Meinungen und Interpretationen auseinander und es kann nicht sicher gesagt werden, wer nun recht und wer unrecht hat. Letztendlich entscheidet jeder für sich selber, was das beste für ihn/sie ist und diese Entscheidung ist doch vielmehr eine Frage der Weisheit und Reife im Glauben.

Soweit bekannt, gibt es tatsächlich eine Familie in Jerusalem, die die Tätowierkunst seit Jahrhunderten als Erbe an ihre Familienmitglieder weiter gibt. Die Familie Razzouk tätowierte bereits im Mittelalter und tut es auch heute noch. Die Tradition begann in Ägypten, wo wo Kopten wegen ihrer Verfolgungssituation nur mit einer Kreuz-Tätowierung eine Kirche betreten durften. Der aktuelle Inhaber ist ein palästinensischer Christ und heißt Wassim Razzouk. Er führt die alte Familientradition fort und tätowiert in seinem kleinen Laden in der Jerusalemer Altstadt christliche Pilger, wie es auch seine Vorfahren schon taten. Die Ausbildung absolvierte er bei seinem Vater.

Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Die einen sehen das Tätowieren als Körperkunst und fühlen sich selbst wie Künstler, die auf der Haut ein Kunstwerk vollbringen. Die anderen wiederum sehen das Tätowieren als eine bestimmte Technik an, die den Anforderungen von echten Kunstwerken nicht entsprechen und eher einem „Kunsthandwerk“ als einem echten „Kunstwerk“ nahe kommen. Wie man es sieht ist jedem selbst überlassen. Eines ist sicher: Das Tätowieren ist eine Technik mit der man wunderschöne Bilder auf die Körper der Menschen zaubern kann. In den falschen Händen kann das Tattoo jedoch zum Alptraum für den Träger werden.

Ganz klar. Nein! Man weiß nicht genau warum aber das Wörtchen „Tattoo“ wird heutzutage für alle möglichen Deko-Artikel benutzt. Möglicherweise, weil Tattoos seit ein paar Jahren so populär und modern geworden sind, dass sich die Artikel mit dem Zusatz „Tattoo“ besser verkaufen als mit dem stinknormalen Ausdruck „Aufkleber“. Hier wurde der Begriff einfach zu Marketingzwecken aufgegriffen um den Konsumenten zu locken und den Absatz zu steigern.

Früher war es üblich, dass sich die Gefangenen gegenseitig im Gefängnis tätowierten. Das war natürlich verboten und ein großer Aufwand für die Häftlinge. Jedoch nahmen es Kriminelle eh nicht so genau mit den Verboten und nutzten dies als eine Möglichkeit der Rebellion und der leisen Auflehnung gegen die Autorität. Heutzutage ist das Tätowieren im Gefängnis nicht mehr üblich. Die meisten Tattoos werden mittlerweile außerhalb des Gefängnisses gestochen. Zudem ist es heute kaum mehr möglich an die Utensilien wie Nadeln und Tinte zu kommen um ein Tattoo zu stechen. Die Vorsichtsmaßnahmen sind im Gegensatz zu früher viel härter.

Tattoos als Erkennungszeichen von Gangmitgliedern oder zur Kenntlichmachung von Hierarchien waren/sind in Deutschland nie üblich. Diese Geschichten kennt man aus den Gefängnissen von Amerika oder russischen Straflagern.

Nein, gesetzlich verboten waren sie nicht. Jedoch waren sie sehr verpönt und galten als Mitbringsel aus dem Strafvollzug. Dies war aber nicht nur in der ehemaligen DDR so, sondern auch in der BRD auch. Die Gesellschaft war in den 80er Jahren gegenüber Tattoos allgemein sehr skeptisch und tätowierte Menschen wurden schief angesehen und sogar auch zum Teil beleidigt. Ausnahmen bildeten die Seeleute. Diese waren schon immer tätowiert und dies wurde von der Gesellschaft auch akzeptiert.

Laut Statistiken sind etwa 20 Prozent der erwachsenen Menschen mit mindestens einem Tattoo verziert. Bei diesem Prozentsatz kann man durchaus davon ausgehen, dass der eine oder andere (die eine oder andere) Politiker/in dabei ist. Die deutschen Politikgrößen halten ihre Tattoos noch gut versteckt, deshalb konnte man bisher noch keines bei einem unserer Politiker/innen entdecke. Jedoch weiß man sicher, dass Winston Churchill z. B. einen Anker auf dem Arm tätowiert hatte und Stalins Brust ein Totenkopf zierte.

Beim Tätowieren ging und geht immer mal etwas schief. Bei einem jungen Mann jedoch, schlug die Ironie des Schicksals besonders zu ohne, dass er es je geahnt hätte. Man erzählt sich, dass Jean-Baptiste Jules Bernadotte Ende des 18. Jahrhunderts in seinen jungen Jahren sehr rebellisch war. Er war Anhänger der französischen Revolution und ließ sich aus Überzeugung den Schriftzug „Mort auxrois“ (Tod den Königen) tätowieren. Ironischer weise wurde er 1818 selbst zum König von Schweden und Norwegen ernannt. Er war bekannt als Karl XIV. Johann König von Schweden und Karl III. Johann König von Norwegen

Hier scheiden sich die Geister. Die einen behaupten es sei verboten gewesen und wurde bestraft. Die anderen wiederum meinen, dass es kein offizielles Verbot gegen die Tattoo-Kunst gab. Eines ist aber klar: Zur Nazizeit hatten die Menschen andere Sorgen als sich ihren Körper mit Tattoos verschönern zu lassen. Zudem wurden (nach Zeugenaussagen) tätowierte teilweise abgeführt und getötet, weil Angehörige des SS ihren perversen Sammlerleidenschaften nachgingen und die tätowierte Haut sammelten und z. T. Lampenschirme aus dieser machten. Die einzigen gängigen Tätowierungen zu dieser Zeit, waren die am Unterarm tätowierten Nummern von KZ-Häftlingen.

Gängig eher nicht. Es gab sie aber sie werden wohl sehr selten gewesen sein. Da es leider nicht genug Aufzeichnungen gibt, kann man auch nicht genaueres darüber sagen. Jedoch weiß man, dass die Tattoos (wenn vorhanden) meist aus christlichen Symbolen bestanden und den Kreuzrittern im 11. Und 12. Jahrhundert zugeordnet werden können. Möglicherweise gab es Tattoos auch im Zirkus und dienten als Showeinlage. Gewerbliche Tätowierer oder gar ein Tattoo-Studio gab es damals höchstwahrscheinlich nicht.

Tattoo Entfernung

Folgende Möglichkeiten zur Tattoo-Entfernung gibt es neben der Laser-Methode:

Dermabrasion (Hautabschleifung)
Exzision (chirurgische Entfernung mit dem Skalpell)
Chemisches Peeling (Abtragen von Hautschichten mit z. B. Milchsäure)
Waterjet-Cutting (Schneiden der Haut und Auswaschen der Tattoopigmente
Diathermie (Tattooentfernung mit Strom und Hitze)

Bisher ist die Lasermethode die gängigste und erfolgreichste Möglichkeit zur Tattooentfernung und wird von Dermatologen primär empfohlen. Auch die Demabrasion zeigt immer mehr Erfolg. Die Exzision empfiehlt sich nur bei kleinen Tattoos und hinterlässt in jedem Fall eine Narbe zurück. Alle weiteren Methoden werden von Fachärzten nicht empfohlen.

Trotz modernster Lasermethoden entstehen beim Entfernen von Tattoos immer leichte bis mittelschwere Narben. Starke Narben entstehen z. B. durch falsche Anwendung des Lasersystems (meist durch Unwissen), mangelnde Nachsorgehinweise oder auch unvorhersehbare Reaktionen des Körpers auf die Behandlung mit einem Laser.

Aus diesem Grund sollte man einen Spezialisten aufsuchen, um die Haut so schonend wie möglich zu behandeln und somit das Narbenrisiko so gering wie möglich zu halten.

Bei der Entfernung des Tattoos mit der Lasermethode, wird die tätowierte Stelle direkt mit dem Laserstrahl behandelt. Die dabei extrem hohe erzeugte Energie des Lasers sprengt sozusagen das in der Haut eingelagerte Farbpigment in kleinste Teilchen. Diese Teilchen werden von einem Körpereigenen System anhand von Makrophagen (sog. Fresszellen) aus dem Körper abtransportiert.

Eine Tattooentfernung mittels Laser erfolgt punktuell und benötigt einiges an Zeit. Aus diesem Grund sind (je nach Größe des zu entfernenden Tattoos) mehrere Behandlungen nötig.

Diese Frage kann man leider nicht zu 100 % beantworten, da die Entfernung von Tatoos mittels Laser ein kaum erforschtes Gebiet ist.

Um Langzeitforschungen zum Thema Tattoo und dessen Laserentfernung durchführen zu können, müssen noch einige Jahre oder Jahrzehnte vergehen. Gesundheitliche Risiken sind zwar bisher nicht bekannt, jedoch heißt es nicht, dass es sie nicht gibt.

Das kann man nicht pauschal sagen, denn hier kommt es auf mehrere Faktoren an wie Hautfarbe des Tattoo-Trägers, Tattoogröße, Einbringungstiefe der Tattoo-Tinte in die Haut, chemische Zusammensetzung der Tattoofarbe und vieles mehr. Seitdem die Entfernung mittels Laser immer mehr an Popularität gewinnt, kann man aus Erfahrung sagen, dass schwarze, dunkelblaue und sehr dunkelgrüne Tattoo-Pigmente am effizientesten entfernt werden könne. Diese dunklen Pigmente absorbieren das Laserlicht am besten und können somit schnell zersprengt werden. Desto heller die Farbe, desto unterschiedlicher und individueller spricht das jeweilige Tattoo-Pigment auf die unterschiedlichen Lasereinstellungen an. Leider kommt es immer wieder vor, dass die Tattoo-Teilchen bereits so tief in der Haut liegen, dass eine vollständige Entfernung nicht mehr möglich ist und ein sog. Ghost-Tattoo bleibt.

Ganz klar: Ja! Wer sich seine Körperbehaarung dauerhaft entfernen möchte, der sollte das machen bevor er sich ein Tattoo sticht. Die Entfernung der Körperbehaarung mittels Laser oder IPL ist dem Vorgang der Tattooentfernung sehr ähnlich. Die Farbpartikel des Tattoos reagieren auf das gebündelte Licht noch viel schneller als die Haarwurzel und werden somit in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch, dass Haare in unterschiedlichen Zyklen wachsen, müssen mehrere Behandlungen durchgeführt werden um alle Haare dauerhaft zu entfernen. Durch diese intensive und wiederholte Strahlung kann es bei der tätowierten Stelle sogar zu Verbrennungen kommen, die sehr schmerzhaft sind.

Rechtliches

Der Tätowierer muss seiner vertraglichen Vereinbarung nachkommen. Ist das Tattoo mangelhaft, hat der Tätowierer die Möglichkeit den Schaden nachzubessern d.h. das Tattoo nochmals kostenlos nachzustechen. War die Nachbesserung erfolglos kann man durchaus Schadensersatz für z. B. Reparaturkosten oder Kosten für ein Cover-Up oder eine Laserbehandlung einfordern. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit Schmerzensgeld einzuklagen. In Sonderfällen kann sofort Schadensersatz verlangt werden.

Jein! Also zum Teil….

Um diese Frage zu beantworten bedarf es mehrerer Antworten, da unterschiedliche Parteien involviert sind.

Grob zusammengefasst sieht es wie folgt aus:

Der Kunde/Träger: Der Tätowierte wird mit Vollendung des Tattoos, in der Regel, der Eigentümer, da die Farbe, die in die Haut eingebracht ist mit dem Körper des Trägers eine Verbindung eingeht. Für das Verwendete Material (Farbe) wurde bezahlt und es geht in das Eigentum des Kunden über.
Damit ist nun klargestellt, wem die Farbe gehört, mit der das Tattoo gestochen wurde. Nun geht es aber noch weiter. Wem steht aber das geistige Eigentum (Urheberrecht) zu?

Der Tätowierer/Tattoo-Artist: Laut Urheberrechtsgesetzt ist und bleibt der Tätowierer der Eigentümer für immer, da das geistige Eigentum nicht übertragbar ist. Der Tattoo-Artist hat das Tattoo-Design entwickelt und gestochen und ist somit der Schöpfer dieses einmaligen Werkes. Der Tätowierer überträgt lediglich ein Nutzungsrecht (meist stumm oder mündlich vor Ort) an seinen Kunden, welches dem Tätowierten das öffentliche zur Schau stellen und das private schießen von Bildern erlaubt. Verwendet ein anderer Tätowierer unerlaubt das Werk, verletzt er sogleich das Urheberrechtsgesetz.

Nun gilt es noch eine dritte Frage beantworten, die das Nutzungsrecht betrifft. Wie sieht es mit Veröffentlichung und Verbreitung von Fotos des Tattoos aus?

Veröffentlichung und Verbreitung des Tattoo-Motivs:
Heutzutage geht es mit der Veröffentlichung und Verbreitung von Bildern, dank Internet und sozialen Netzwerken, schneller als man denkt. Wird das neue Tattoo ins Netz gestellt, kann es in rasender Geschwindigkeit zur Verbreitung kommen und beim ursprünglichen „Schöpfer“ landen. Der Urheber, der das Werk erstellt hat, hat hier das Recht darauf zu bestehen namentlich als Urheber (am Tattoo) unter dem Bild genannt zu werden.
Das dieses Themengebiet jedoch sehr umfangreich ist und jeder Fall für sich behandelt werden muss (je nach Vereinbarung zwischen Tätowierer und Tätowiertem/er)

Tätowierte dürfen selbstverständlich Blut spenden.

Jedoch muss der letzte Tattoo-Termin mehr als 4 Monate zurück liegen, da eine Infektion mit Hepatitis oder HIV erst nach etwa 4 Monaten nachgewiesen werden kann.

Diese Sperrfrist ist zum Schutz des Blutempfängers unbedingt einzuhalten.

In manchen Fällen kann das tatsächlich rechtens sein.

Nämlich dann, wenn bestimmte Kleidungs- und Aussehensregelungen vom Arbeitgeber vorgeschrieben sind um die gute Außenwirkung seines Unternehmens aufrecht zu halten und der Mitarbeiter sich weigert das Tattoo abzudecken oder beseitigen zu lassen.

Dies könnte sich möglicherweise schlecht auf das Ansehen des Unternehmens auswirken und ihm somit schaden. Das ist jedoch nicht oft der Fall, denn wenn der tätowierte Arbeitnehmer an einer anderen Stelle im Unternehmen zum Einsatz kommen kann, dann muss dies durchgeführt werden und der Mitarbeiter darf nicht gekündigt werden.

Heutzutage sind Tattoos als Körperkunst in der Gesellschaft angekommen und kaum einer stört sich an sichtbaren Tattoos. Kaum einer! Es kommt natürlich darauf an, wo man sich befindet. Befragt man die Menschen in Berlin, so sind Tattoos an Armen, Händen, Hals und sogar im Gesicht ein alltäglicher Anblick und nicht der Rede wert. In entlegenen Dörfern kann man jedoch unter Umständen mit seiner Tattoo-Liebe auf Schwierigkeiten stoßen. Auch eine Bewerbung für eine Wohnung, einen Arbeitsplatz, ein Stipendium oder Ähnliches kann Probleme bereiten, wenn der Vermieter oder Arbeitgeber die Tattoo-Vorliebe mit dem Tätowierten nicht teilt oder sogar eine Abneigung dagegen hat. Geschmäcker sind nun mal verschieden und Vorurteile gab es schon immer und es wird sie auch immer geben. Leider!

Tätsächlich könnte man in bestimmten Ländern in gewisse Schwierigkeiten geraten (oder zumindest böse Blick ernten), wenn die Tattoo-Körperkunst dort von unseren Vorstellungen abschweift.

Hier ein paar Beispiele dafür:

  • Dänemark: Hier ist es verboten sich die Hände, Hals und das Gesicht zu tätowieren. Dies gilt auch für Ausländer, die dort im Arbeitsverhältnis stehen.
  • Saudi-Arabien: Hier ist es illegal zu tätowieren und sogar sich tätowieren zu lassen. Man kann tatsächlich in Schwierigkeiten geraten, wenn man in diesem Land seine Tattooliebe ausübt.
  • Japan: Hier werden Tattoos meist mit der Zugehörigkeit zum organisierten Verbrechen verbunden. Schon am Flughafen werden Touristen mit Tattoos besser kontrolliert und beobachtet als ihre Mitreisenden ohne Tattoos. Auch in öffentlichen Badeeinrichtung kann es vorkommen, dass man freundlich zum Gehen gebeten wird.
  • Sri-Lanka: Hier ist es sogar verboten als Ausländer ein buddhistisches Tattoo zu tragen, da es (je nach Laune der Beamten) als eine Beleidigung am buddhistischen Glauben angesehen werden kann.

Ländliche Gegenden in streng muslimischen Ländern sind meist auch nicht sehr offen, was die Tattoo-Kunst angeht. Deshalb sollte man sich vor dem nächsten Urlaubsantritt gut über die Sitten des Landes informieren und sollte sich beim Auslandsaufenthalt lieber diskret verhalten d.h. man sollte die tätowierten nicht gezielt zur Schau stellen, sondern diese eher bedeckt lassen.

Vorab zur Information:

1. Das Stechen von einem Tattoo auf Menschenhaut, wird im strafrechtlichen Sinn als Körperverletzung angesehen
2. Es gibt keine Altersgrenze für das Stechen von Tattoos

Der Tätowierer macht sich nur dann strafbar, wenn der Kunde nicht in das Tattoo einwilligt. Aus diesem Grund muss der Kunde immer eine Einwilligung abgeben. Somit kann sich der Tätowierer absichern. Wirksam einwilligen können selbstverständlich alle volljährigen Personen. Aber auch Minderjährige können wirksam einwilligen. Ob das Tattoo nun gestochen wird oder nicht, hängt nun vom Tätowierer ab. Er muss entscheiden, ob der Minderjährige die „geistige Reife“ besitzt um die Folgen seines Handelns absehen kann. Im Ernstfall muss auch der Richter dieser „geistigen Reife“ zustimmen, falls es zu einem Prozess kommen sollte. Dies ist jedoch ein sehr hohes Risiko für den Tätowierer. Deshalb berufen sich die meisten Tätowierer auf die Einwilligung der Eltern.

Eine Einwilligung kann nicht werden, wenn der Tätowierer nicht fachgerecht gearbeitet hat und somit gepfuscht hat. In diesem Fall ist die Einwilligung nicht mehr gültig und der Tätowierer wieder strafbar.

Der Tätowierer muss sich an den vereinbarten Vertrag halten und seine Dienstleistung vollständig ausführen. Verweigert er den vereinbarten Dienst, so kann man gerichtlich gegen ihn vorgehen und die Fertigstellung des Tattoos erzwingen.

Ausnahme: Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Tätowierer vom Vertrag zurücktreten wie z. B. ausbleibende Zahlung des Kunden.

Jeder Mensch in Deutschland kann seinen Körper genau so gestalten, wie er es möchte. Dieses allgemeine Persönlichkeitsrecht steht jedem Menschen zu. Das Stechen eines Swastika (Swastika: Ein glückbringendes Symbol aus Buddhismus und Hinduismus, dass dem Hakenkreuzmotiv sehr ähnlich ist) ist demnach nicht verboten. Jedoch das zur Schau stellen eines solchen Tattoos.

Laut § 86a StGB wird bestraft, wer im Inland Kennzeichen einer verfassungswidrigen Partei oder Vereinigung verbreitet oder öffentlich, in einer Versammlung oder in Schriften verwendet.

Das bedeutet, dass das das bloße Stechen eines Hakenkreuzmotivs oder ähnlichen Motiven an sich keinen Tatbestand darstellt. Jedoch darf das Motiv niemandem (vor allem nicht in der Öffentlichkeit) gezeigt werden d.h. an einer nicht sichtbaren stelle tätowiert sein. Sobald man das Tattoo herzeigt macht man sich strafbar.

Ausnahme: Ist eine klare Distanzierung des Symbols zu erkennen (z. B. Hakenkreuz durchgestrichen), so fällt das Verbreiten des Tattoos nicht unter das Verletzen des §86a StGB.

Die buddhistischen und hinduistischen hakenkreuzähnlichen Motive werden nicht eindeutig als Distanzierung anerkannt und fallen somit nicht unter die Ausnahme. Die Verbreitung und zur Schaustellung ist somit in Deutschland verboten und wird unter Strafe gestellt.

Wenn der Entwurf Mängel aufweist oder gar nicht dem vereinbarten Motiv entspricht, so hat der Kunde die Möglichkeit eine Nachbesserung vom Tätowierer zu verlangen. Schafft es der Tätowierer nicht den Mangel zu beseitigen, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten und schuldet kein Entgelt für den Entwurf. Dies gilt jedoch nicht, wenn der Entwurf mangelfrei präsentiert wird und dem Kunden trotzdem nicht gefällt. Demnach hat der Tätowierer seinen Teil des Vertrages erfüllt und muss dafür auch entlohnt werden. Auch wenn der Kunde das Motiv dann letztendlich nicht haben möchte, muss er dem Tätowierer eine Art Schadensersatz für den entstandenen Aufwand bezahlen.

Ganz klar. Nein! Möchte man vermeiden, dass nach dem Tod lebenserhaltende Maschinen angeschlossen werden oder Organe entnommen werden, so reicht dies nicht aus es sich auf die Haut tätowieren zu lassen. Solch eine tätowierte „Willenserklärung“ ist nicht eindeutig und zum Zeitpunkt des Todes möglicherweise nicht mehr aktuell. In diesem Fall ist die sicherste Methode eine Patientenverfügung aufzusetzen oder einen Organspendeausweis auszufüllen und immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Nur so kann man sicher gehen, dass eine ausdrückliche Zustimmung/Ablehung vorliegt und diese auch von den Ärzten eingehalten werden.

Das Tätowieren von Tieren ist nur erlaubt, wenn der gesetzlichen Kennzeichnung dient. Alles andere verstößt gegen das Tierschutzgesetz (§5). Ohne vernünftigen Grund darf kein Mensch einem Tier Schmerzen, Schaden oder Leid zufügen.

Tatsächlich können Tattoos bei der Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei dabei helfen Tote und flüchtige Straftäter anhand von Tattoos zu identifizieren. In einem bekannten deutschen Fall wurde sogar eine zerstückelte Leiche anhand ihrer Tätowierungen wieder zusammengesetzt wie ein Puzzle. In vielen Fällen trägt ein Tattoo dazu bei, dass man auf Videoaufnahmen oder durch Zeugenaussagen den Täter anhand seiner Tattoos schneller finden kann. Dies erleichtert den Ermittlern z. T. ihre Arbeit ungemein.

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